De Lütte Möw

 

Lett mal min Seel de Flüchten hängen
Von allen Grotstadtlarm un Tand,
von all dat Hasten, all dat Drängen,
denn schick ich sei an’n heimschen Strand.

Dahen, wo still de Dünen ragen,
in witten Sand de Fichten stahn,
un wo de Wellen un de Wagen

in ewig glieken Wessel gahn.

Sühst du de lütte Möw da fleigen
hoch öwern wieden Wellenruum?
Bald lässt sei sich vom Stormwind weigen,
bald duckt se in den witten Schuum.
Hörst du ehrn Juchzer nu, den’n hellen
Dörch Wagenbrus un Wellenspel?
Kennst du den flinken Reis’gesellen?
De lütte Möw is mine Seel.

 

De lütte Möw- Eingangstür

Martha Müller-Grählert